KASTNER Flugblatt April 2024 *

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ⒸOWM/WSNA Jahrgang 2022 Freude über Weinqualität nach herausforderndem Jahr 2022 verlangte Österreichs Winzerinnen und Winzern eini- ges ab. Wären da nicht die vereinzelten Niederschläge ge- wesen, wäre der Jahrgang als einer der großen Trockenheit eingegangen. Je nach Rebsorte, kleinklimatischen Verhält- nissen und Bodenbeschaffenheit fiel der Jahrgang 2022 differenzierter aus als andere Jahrgänge. Das Jahr war von großer Hitze und Trockenheit im Sommer, die durch Regen- fälle kurz vor der Haupternte abgefedert wurden, geprägt. Diese sorgten für einen kräftigen Reifeschub der Trauben, der rasches Handeln zum Schutz des Traubenmaterials erforderte. Mit viel Einsatz und penibler Arbeit konnten die Winzerinnen und Winzern letztlich exzellente Weine keltern. Die Weißweine präsentieren sich mit ausgepräg- ter Reife, feiner Frucht und harmonischer Säure. Heraus- ragend präsentieren sich die Rotweine: Sie überzeugen mit Kraft, Struktur und samtigen Tanninen. Niederösterreich und Wien In Niederösterreich sind reife Weißweine mit feinen Frucht- aromen und etwas geringerer Säure als in den beiden Vor- jahren entstanden. Auch kräftige Lagen- oder Reserveweine konnten gewonnen werden. Einen klaren Sortenausdruck zeigt die Leitsorte Grüner Veltliner ebenso wie Rieslinge und die Burgundersorten, die besonderes von den Gegebenhei- ten des Jahrgangs profitieren konnten. Auch aromatische Sorten wie Sauvignon Blanc, Muskateller und Traminer sowie die regionalen Spezialitäten Roter Veltliner, Zierfandler und Rotgipfler präsentieren sich überzeugend. In den Rotwein- zentren von Carnuntum und in der südlichen Thermenregion sind zudem kraftvolle Rotweine mit guter Struktur und aus- gereiften Tanninen entstanden. Vor Weihnachten konnten auch noch rare Eisweine gelesen werden. In den Wiener Rieden am Nußberg, Bisamberg sowie in Grinzing, Neustift und Mauer wurde eine gute Zuckerreife bei geringeren Säurewerten erzielt. Entstanden sind runde und balancierte Wiener Gemischte Sätze sowie ausgewogene, fruchtbetonte Rieslinge und bieten einen etwas früheren Trinkgenuss als in den Vorjahren. 10 Jahrgangs- Bericht Burgenland Die burgenländischen Weißweine besitzen ausgeprägte Fruchtnoten und klare Sortenmerkmale. Besonders begüns- tigt waren Chardonnay und Weißburgunder. Ideal waren die Voraussetzungen für einen großen Rotweinjahrgang: In sämtlichen Rotweinhochburgen sind kraftvolle, dunkle und dichte Rotweine von feiner Struktur und mit reifen Tanni- nen zu erwarten. Damit sind auch alle Voraussetzungen für hochwertige Roséweine gegeben. Vielversprechend zeigen sich außerdem die edelsüßen Weine: Sowohl im Seewinkel als auch in Rust bildete eine schöne Botrytis-Edelfäule die Basis für saftige Prädikatsweine mit klarer Frucht. Einige we- nige eiskalte Dezember-Nächte ermöglichten zudem die Lese von Eiswein. Steiermark und Kärnten Der mittlerweile zur steirischen Leitsorte Nummer eins auf- gestiegene Sauvignon Blanc dürfte besonders gut gelungen sein, aber auch die Gelben Muskateller, Morillons (Char- donnays), Weißburgunder und Welschrieslinge sollten selbst den verwöhntesten Gaumen Freude bereiten. Aufgrund der hohen Mostgewichte haben sich kraftvolle Weißweine ent- wickelt, die vor allem durch ihre Feinheit und Struktur be- stechen. Die Balance aller Komponenten ist diesmal von An- fang an gegeben, weshalb sich schon die jungen Weine sehr saftig, rund und harmonisch präsentieren. Überdies haben im Vulkanland auch die raren Traminer sehr gute Bedin- gungen nutzen können, während in der Weststeiermark die Schilcher mit klarer Textur und prägnanter rotbeeriger Frucht aufwarten. Die Kärntner Weingüter freuen sich über einen hervorragenden Jahrgang, wobei die klimatischen Ver- hältnisse mit jenen der Südsteiermark nahezu ident waren, was in reifen Weinen mit tiefem Fruchtschmelz und früher Harmonie resultiert. Quelle: www.oesterreichwein.at

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